#WL-Blog KW30/17

Mitten aus dem Sommerloch meldet sich die Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank mit ihrem eigenen Blog zu Wort. Jeden Freitag werden wir künftig die spannenden Entwicklungen an unserem Handelstisch mit den Lesern teilen. Inhalt wird immer die vergangene Handelswoche sein.

Die Sommerferien sind traditionell ruhig an den Finanzmärkten. Viele Händler nutzen diese Zeit und verbringen ihren wohlverdienten Urlaub in der Sonne. Trotzdem standen in dieser ersten Woche komplexe Themen wie beispielsweise der Abgasskandal oder die politischen Unruhen in Venezuela auf der Agenda. Doch um es vorweg zu nehmen: die großen Überraschungen blieben aus.

Besonders bezüglich der Abgasaffäre waren keine Panikverkäufe zu erkennen. Vielmehr erhärtet sich der Eindruck, als haben sich die Investoren an derartige Meldungen aus der Automobilbranche gewöhnt. Waren noch zu Beginn der Dieselaffäre die Verkaufszahlen diverser Bonds auffallend, blieb bislang der große Aufschrei aus. Ein bisschen anders sieht es bei venezolanischen Anleihen aus. Die Investoren versuchten zu veräußern was zu veräußern war. Egal welche Laufzeit oder wie hoch der Coupon, die Zeichen standen auf Trennung. In den kommenden fünf Jahren werden über sechs Mrd. Euro aus Venezuela fällig – es bleibt also spannend.

Das macht sich natürlich auch in unserem Tagesgeschäft bemerkbar und fordert die zuständigen Händler heraus. Der beschriebene Wocheneindruck zeigt sich auch in unseren Order-Ausführungen. Mit großem Abstand war der Umsatz mit Bonds aus Venezuela am größten. Ganz vorne lag hierbei Petróleos de Venezuela mit 8,500% Coupon und einer Laufzeit bis zum 02.11.2017 (USP7807HAK16). Auch stark gesucht war die venezolanische Staatsanleihe (USP97475AN08) mit einer Laufzeit bis zum 13.10.2019.

Wir schließen damit die Woche ab, wünschen allen Lesern ein schönes Wochenende und freuen uns auf eine neue ereignisreiche Woche an den Finanzmärkten.

Es grüßt das Team Walter Ludwig