#WL-Blog / KW10/18

Nach dem nun der Winter Frankfurt zunächst mal den Rücken gekehrt hat, ist eine hitzige Debatte um mögliche Strafzölle entstanden, die auch die internationalen Finanzmärkte bewegt. Die EZB-Sitzung hingegen hatte kaum Auswirkungen am Bondmarkt.

Der Handelsstreit zwischen den USA und der europäischen Union schaukelt sich weiter hoch. Nach den bereits angekündigten massiven Eingriffen in die Stahl- und Aluminiumbranche drohte die EU umgehend mit Vergeltungsmaßnahmen auf amerikanische Produkte. Daraufhin nahm US-Präsident Donald Trump die deutsche Automobilbranche ins Visier. Mögliche Strafzölle für Daimler, BMW und Co. – Hybridanleihen (dies sind eigenkapitalähnliche, nachrangige Unternehmensanleihen mit sehr langer Laufzeit oder ohne Laufzeitbegrenzung) der deutschen Autobauer kamen danach auch leicht unter Druck.

Da die EZB-Sitzung einen sehr erwartungsgemäßen Ausgang genommen hat, fielen die Auswirkung äußerst gering aus. Zwar wurde die erneute Ausweitung des Anleihen-Kaufprogramms ausgeschlossen, doch wurde auch gleichzeitig die Weiterführung des Programms bis einschließlich September zugesichert. Keine Veränderungen gab es beim Zinsniveau. Im Gegenteil – das Niedrigzinsniveau soll noch „lange Zeit“ bestand haben.

Insgesamt war es eine verhältnismäßig ruhige Woche in turbulenten Börsenzeiten. Besonders oft in den Handelsbüchern bei der Firma Walter Ludwig GmbH Wertpapierhandelsbank tauchten in der vergangenen Woche REPUBLIC OF VENEZUELA (USP17625AC16), REPUBLIC OF ARGENTINA (USP04808AN44), die HSH NORDBANK AG (XS0221141400) und VOLKSWAGEN INTL FIN NV (XS1206541366) auf.

Mit diesen News verabschieden wir uns und wünschen allen Lesern ein schönes und erholsames Wochenende.

Es grüßt das Team Walter Ludwig