#WL-Blog / KW22/18

Bereits seit längerem wurde darüber spekuliert und nun herrscht Gewissheit – die Bonitätsnote der Deutschen Bank wurde offiziell von Standard and Poor’s (S&P) gesenkt. Statt „A-„ heißt es nun nur noch „BBB+“. Damit fällt die Deutsche Bank in der Einstufung hinter einige Konkurrenten zurück und hat somit eine verschlechterte Position im internationalen Wettbewerb. Die Bonitätseinstufung spielt eine wichtige Rolle bei der Finanzierung von Projekten und somit der Gesamtstrategie der Bank. Eine schlechtere Bonität bedeutet also zukünftig auch höhere Finanzierungskosten. Christian Sewing verkündete bereits auf der Hauptversammlung der Bank massiv Kosten reduzieren zu wollen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Dafür sollen u.a. über 7.000 Stellen (überwiegend im amerikanischen Investmentbanking) wegfallen. Die neuesten Entwicklungen machen die Aufgaben der Bank mit Sicherheit nicht leichter. Selbstverständlich reagierten auch die Bonds der Deutschen Bank auf diese Nachrichten. Schon in der ganzen Woche waren DE000DB7XJJ2 (Laufzeit 2025) in Euro und US251525AT85 (Laufzeit 2020) in Dollar stark gehandelte Werte bei uns in den Büchern.

Auch die Thematik in Italien beeinträchtigt nach wie vor den internationalen Finanzmarkt. Die Volatilität ist immer noch da, auch wenn es inzwischen etwas ruhiger geworden ist. Nachdem vieles auf Neuwahlen hingedeutet hatte, lebt nun doch wieder die Hoffnung auf eine Einigung auf. Sowohl die Fünf-Sterne Partei als auch die Lega haben zumindest die Option auf eine Einigung in Aussicht gestellt. Italienische Bonds waren folgerichtig bei uns sehr stark gehandelte Werte – schließlich ist der italienische Bondmarkt der drittgrößte Rentenmarkt in Europa. Besonders oft in den Büchern tauchten bei uns ASSICURAZIONI GENERALI (XS1311440082), UNIPOLSAI ASSICURAZIONI (XS1784311703) und auch WIND TRE SPA (XS1708450215) auf.

Ein wichtiger Faktor bei der wirtschaftlichen Stabilität von Italien ist auch nach wie vor die EZB, welche heute einen besonderen Geburtstag feiert. Auf den Tag genau vor 20 Jahren (am 1. Juni 1998) wurde die Zentralbank gegründet. Ziel war es damals eine Institution zu etablieren, welche für Preisstabilität in der Eurozone sorgt. Unterschiedlichste Interessen sorgten allerdings auch immer wieder für diverse Diskussionen rund um die Entscheidungen. An dieser Stelle wollen natürlich aber auch wir zum zwanzigjährigen Bestehen gratulieren.

Mit diesen News verabschieden wir uns nun in das Wochenende und wünschen allen Lesern ein schönes und sonniges Wochenende.

Es grüßt das Team Walter Ludwig